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26.01.2022

NFT: Viele Sportanbieter stehen vor der Einführung

Die NBA hat 2020 gemeinsam mit dem Blockchain-Game-Entwickler Dapper Labs das digitale Sammelkartenspiel «NBA Top Shot» gelauncht und wurde damit zum Marktführer für Krypto-Sammelkarten. Auch für andere Vereine und Verbände in der Sportbranche könnte diese Technologie eine neue Einnahmequelle sein. Wir haben die ESB Partner gefragt, welche Rolle NFTs für sie spielen und wie die Zukunft von Sport und NFT aussehen wird.

BSC Young Boys

Albert StaudenmannLeiter Unternehmenskommunikation:
«Ende letzten Jahres brachten wir animierte Playercards des aktuellen Spielerkaders heraus. Von jedem Spieler der 1. Mannschaft ist eine limitierte Zahl von 50 animierten Karten verfügbar, die über den YB-Onlineshop vertrieben werden (die YB-NFT-Kollektion ist aktuell ausverkauft). Fans, welche alle Torhüter, Verteidiger, Mittelfeldspieler, Stürmer oder gar alle 30 Kaderspieler gesammelt haben, erhalten attraktive Belohnungen. Implementiert wurde die Lösung gemeinsam mit der kanadischen IT-Agentur Mint, welche mit den Chicago Bulls bereits ein international vielbeachtetes NFT-Projekt umgesetzt hat.
NFT sind bei uns eines von vielen wichtigen Marketing-Werkzeugen gerade in Bezug auf Fan-Engagement. Ab März sind weitere NFT in regelmässigen Abständen mit einem spannenden Utility-System geplant. Wir sind früh auf diesen Zug aufgesprungen und möchten die neuen technologischen Möglichkeiten bestmöglich nutzen.»

ZSC Lions

Roger Gemperle, Chief Marketing Officer:
«Natürlich beobachten wir die neuen Technologien rund um NFT sehr genau. Wir haben auch bereits erste Erfahrungen mit der Blockchain-Technologie gemacht, als wir an unserem Retro-Spiel 2019 spezielle Trikots zusammen mit collectID realisiert haben. Eine NFT-Kollektion haben wir aber zurzeit (noch) nicht.
Gerade die FanToken sind aktuell sehr stark im Kommen. Vor allem auch viele grosse internationale Vereine nutzen mittlerweile diese Technologie und der Pionier in der Schweiz in diesem Bereich ist für mich der BSC Young Boys. Wir beobachten das dort natürlich mit grossem Interesse und von aussen betrachtet machen sie das sehr erfolgreich und gewinnbringend. Die Fans, welche Tokens besitzen, können z.B. für die Saison 2022/23 das neue Auswärtstrikot bestimmen. Bei uns wird es ein Wettbewerb geben, bei dem man das Trikot für das 1. Spiel in der Swiss Life Arena designen kann – allerdings wird dies noch auf dem altbewährten Weg laufen, also ohne Token. Wir sind aber neuen Technologien gegenüber offen und werden dies weiter beobachten.»

VfL Bochum 1848

Christoph Wortmann, Direktor Marketing / Vertrieb:
«Wir beschäftigen uns mit dem Thema und sind im Austausch mit der DFL sowie verschiedenen Anbietern, Plattformen und Agenturen. Es handelt sich um ein extrem komplexes und erklärungswürdiges Produkt. Wir haben die Verantwortung nur Produkte in den Markt zu geben, die auch vom Nutzer zu 100% verstanden werden und von uns vertretbar sind. Bei einigen Anbietern steht die Stärkung der eigenen Kryptowährung im Fokus und nicht die Bindung zwischen Fan und Verein. Sollte das NFT-Thema für den VfL Bochum tatsächlich interessant werden, sollte es aber auch zum VfL passen. NFTs über den eigenen Shop anzubieten, kann ein Schritt zur Lösung sein. Wichtiger könnte allerdings sein, in bekannten Währungen anzubieten (USD und Euro) und nicht über einen eigenen Token oder Kryptowährung (Beispiel - EUROPEAN LEAGUE OF FOOTBALL). Trotzdem sollten die NFTs über Handelsplattformen dann weiter gehandelt werden können. Ob und wann wir in eine Umsetzung gehen, ist noch offen, wir sondieren weiterhin.  
Sicherlich wird der NFT-Markt weiter stark wachsen. Der "Sport" selber hat die Möglichkeiten einzigartige Momente/Bilder, etc. zu erstellen und anzubieten. Daher wird es hier noch zu einem erheblichen Zuwachs kommen. Allerdings muss auch jeder Verein und Anbieter entscheiden, was zu ihm passt, oder wann es nicht mehr um den Kern “Sport“ geht. Die Upsides und Möglichkeiten sind sicherlich spannend für Vereine, allerdings wird aktuell auch keiner Fan eines Vereins, weil dieser NFTs anbietet, oder wird diesen Verein verlassen, nur weil dieser keine NFTs anbietet.»

SC Bern

Rolf Bachmann, Chief Operation Officer:
«Wir beschäftigen uns seit einiger Zeit mit dem Thema NFTs und sind zum Entschluss gekommen, dass wir auf die kommende Saison 2022/23 in diesem Bereich mit einer Kollektion und entsprechender Kommunikation und Kooperation starten werden. NFTs sind eine gute Möglichkeit direkter, persönlicher und individueller am Markt aufzutreten und wahrgenommen zu werden. Sport und NFTs werden in Zukunft entsprechend gemeinsam wachsen und sind somit auch eine zusätzliche Einnahmequelle.»

Stiftung Deutsche Sporthilfe

Karsten Petry, Mitglied des Vorstands:
«Die Deutsche Sporthilfe beschäftigt sich kontinuierlich mit den Entwicklungen und Innovationen am Markt, NFTs ist hier ein sehr spannendes Thema, mit dem wir uns aktuell befassen. Die größtmögliche Emotionalität bei NFTs geht von den Persönlichkeiten und Geschichten hinter den NFTs aus. Da gibt es aus unserer Sicht keine bessere Basis, als die 4.000 Sporthilfe-geförderten Nachwuchs- und Spitzenathlet:innen.
Das Thema NFT gewinnt weiter an Relevanz. Die Ziel- und Nutzergruppe wird kontinuierlich und substantiell größer. Wie immer bei neuen kommerziellen Projekten, muss jedoch ein Mehrwert für die Fans geschaffen und nicht das Gefühl vermittelt werden, dass es rein um den Kommerz geht.»

Borussia Mönchengladbach

Andreas Cüppers, Direktor Digitale Transformation & Innovation:
«Wir beschäftigen uns bereits seit einiger Zeit mit dem Thema NFT, haben aber noch keine Kollektion auf den Markt gebracht. Uns sind verschiedenste Ansätze von verschiedenen Anbietern vorgestellt worden, die uns allesamt die Möglichkeit bieten würden, in diesen Markt einzusteigen und entsprechende Produkte aufzulegen. Unser Augenmerk liegt nun darauf, die richtigen Ansätze zu identifizieren und die richtigen ersten Schritte mit den richtigen Partnern zu gehen. Das Ziel ist es, nicht nur kurzfristig von diesem Thema zu profitieren, sondern einen möglichst nachhaltigen Weg einzuschlagen, der sich auch bestmöglich in die Gesamtstrategie des Klubs einfügt.
Aus unserer Sicht ist nach einer ersten absoluten Boom-Phase nun die Phase erreicht, in der sich eben die nachhaltigen Ansätze im Bereich NFT durchsetzen. Das Thema hat in jedem Fall das Potenzial, den Markt sehr prägend zu durchdringen. Deshalb ist es auch unerlässlich, sich als Sportverein mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Ansätze man da am besten verfolgt. Man hat in der Zwischenzeit viele verschiedene Projekte mit unterschiedlichem Erfolg gesehen. Mit dem Metaverse ist nun eine weitere Facette hinzugekommen bzw. hat sich eine ganzheitliche Perspektive entwickelt, wie sich virtuelle Welten in Zukunft gestalten könnten. Wenn man dann sieht, wie es beispielsweise die Australian Open schaffen, beide Themen miteinander zu kombinieren, kommt man schnell zu der Überzeugung, dass NFTs auch im Sport in Zukunft eine elementare Rolle spielen könnten, wenn es einerseits darum geht, weitere digitale Erlösquellen zu schaffen bzw. Geschäftsmodelle zu kreieren und andererseits insbesondere in Verbindung mit dem Metaverse die Fanbindung bzw. Adressierung weiterer, auch internationaler Zielgruppen zu optimieren.»

Eintracht Frankfurt

Timm Jäger, Geschäftsführer EintrachtTech GmbH:
«Blockchain-Anwendungen und im Zuge dessen NFTs wird eine immer größere Rolle zu Teil werden. Professionelle Sportklubs müssen sorgfältig analysieren und abwägen, welche Ausprägungen für sie sinnstiftend sind – nicht alles, was auf dem Markt angeboten wird, ist sinnvoll. Die Anwendungsfälle müssen zur Klub-eigenen Digitalstrategie passen und können dann von großem Nutzen für Klub und Fans sein. Im Zuge dessen hat Eintracht Frankfurt bereits ein erstes NFT-Projekt angekündigt und weitere Projekte werden sorgfältig ausgewählt und umgesetzt.»

Schweizerischer Handball-Verband

Jürgen Krucker, Geschäftsführer:
«Das Thema NFT passt grundsätzlich sehr gut in unsere aktuelle Strategie 2025, bei der wir uns u.a. auch von Trends und gesellschaftlichen Entwicklungen leiten lassen. Wir möchten zukünftig die Anzahl der Menschen, die sich mit dem Handball in der Schweiz beschäftigen, weiter erhöhen und ein NFT-Projekt wäre ein neuer Weg für uns, auf dem wir erste Erfahrungen sammeln könnten. Die positiven Projekte diverser Organisationen im Sport im Allgemeinen, aber auch speziell im Handball mit der SG Flensburg-Handewitt, die im letzten Jahr als erster Handballverein weltweit digitale Sammelkarten auf den Markt gebracht haben, bestätigen uns dieses Thema weiter zu verfolgen und einen Weg für uns zu finden. Die Schweizer Nati-Spieler/Innen als NFT hätte schon etwas Einzigartiges.»

Deutsche Eishockey Liga

Katja Brüderer, Leiterin Sponsoring/Events:
«Die DEL beschäftigt sich intensiv mit Themen rund um NFTs und das Metaverse und ist für alle Anfragen und Angebote offen, wenngleich wir noch keine eigene NFT-Kollektion auf den Markt gebracht haben. Ohne ins Detail gehen zu wollen, warten wir hier derzeit noch die Klärung wichtiger rechtlicher Fragen ab und beobachten den Markt.»

TSG 1899 Hoffenheim

Ralf Pressler, Leiter Digitale Performance, Marketing, eSports & Kinder-, Jugend und Schulprogramme:
«Die TSG Hoffenheim beschäftigt sich bereits intensiv seit geraumer Zeit mit den Themen NFT, Metaverse und Blockchain-Technologie. Hierzu stehen wir in Kontakt mit Stakeholdern aus den jeweiligen Bereichen. Wir prüfen gerade die Möglichkeiten, unter Berücksichtigung des Markenmanifestes der TSG, wie wir einen Einstieg in das Segment finden. 
Der NFT-Markt wächst gerade schnell und sehr rasant und geht über jegliche Branchen hinweg. Die Frage nach der Reise ist allerdings schwer zu beantworten. Das Sammeln, gerade digitaler Objekte, macht es m.E. nach einfacher und natürlich auch fälschungssicher. Der Markt ist allerdings gerade noch sehr spekulativ und wenig „kontrollierbar“. Wir prüfen daher sehr eindringlich, inwieweit sich hier ein neues Potenzial für die TSG ergibt.»

Swiss Ice Hockey Federation

Patrick Bloch, CEO:
«Die SIHF hat bisher noch keine NFT-Kollektion auf den Markt gebracht, wird aber die Entwicklungen in diesem Bereich gespannt weiterverfolgen.
Die Technologie ist noch jung und es wird sicherlich noch einige spannende Entwicklungen geben. Wann der richtige Zeitpunkt ist und welche Plattform den Fans dann auch langfristig den entsprechenden Mehrwert bietet, ist aktuell noch sehr schwierig abzuschätzen.»

EV Zug

Ibrahim Can, Leiter Marketing & Verkauf:
«Wir beschäftigen uns auf jeden Fall mit dem Thema NFT, haben aber noch keine Produkte in diese Richtung lanciert. Aktuell beschäftigen wir uns damit, welche Partner für uns die richtigen sind, um das Thema bei uns zu lancieren. Wir sehen die Mehrwerte von NFT für die Fans und die Sportclubs und werden mit Sicherheit auch in naher Zukunft in diesem Themenfeld erste Gehversuche machen. In einem ersten Schritt geht es uns vor allem darum, uns ans Thema heranzutasten und die Relevanz bei unserer Community zu beobachten. Diesbezüglich haben wir für den Start keine grossen Erwartungen, sind aber überzeugt, dass das Thema NFT stark wachsen wird und früher oder später bei vielen Fans getragen wird.»

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